Giralgeld ist kein Geld!

Wenn man es genau nimmt schöpfen Banken kein Geld, weil Giralgeld kein Geld ist sondern Schuldverschreibungen. Geld kann vieles sein, Münzen, Scheine, Muscheln, Rohstoffe, sogar Kühe, aber eines kann kein Geld sein und dürfte auch niemals so bezeichnet werden: Schuldverschreibungen. Trotzdem wird mit digitalen Schuldzetteln weltweit Handel getrieben und diese als Geld bezeichnet. Und mit der zunehmenden Verschuldung der Staaten auch noch die Menge der Schuldverschreibungen (Giralgeld) erhöht, obwohl diese bei Rückzahlung wieder erlöschen würden. Durch die Mengenerhöhung durch zusätzliche Staatsverschuldung entsteht neben der Zinskosten für den Steuerzahler eine Entwertung für den Sparer welche von den Staaten forciert wird um ihre Schuld zu reduzieren.

Endloses Wirtschaftswachstum zerstört unsere Gesellschaft

Wir kennen ja diese "alternativlose" Politik von SPD/CDU seit Gründung der BRD, welche auf endloses Wirtschaftswachstum abziehlt. Das bedeutet eine Produktivitätssteigerung - also mehr Produktion und Konsum - jährlich erhöht zum Vorjahr. Überschreitet die Steigerung im Wachstum einen bestimmten Wert nicht, spricht man sogar von Krisengefahr für die Deutsche Wirtschaft, obwohl trotzdem mehr produziert und konsumiert wurde als im Vorjahr. In Deutschland stieg die Produktivität je Erwerbstätigenstunde zwischen 1991 und 2011 aufgrund von technologischen Errungenschaften in Automatisierung und Digitalisierung um 35%. Das durchschnittliche Wirtschaftswachstum seit '92 war ca 2%. Nur 3% Wirtschaftswachstum führen bereits zu einer Verdoppelung von Produktion und Konsum alle 25 Jahre. Das zinsbasierte Schuldgeld-System, welches endloses Wirtschaftswachstum benötigt um nicht zusammen zu brechen ist verantwortlich für Ressourcenverschwendung, Ökologische Zerstörung, Überarbeitung der Lohnarbeiter, Zerstörung der Familie und vielem mehr. Hinzu kommt zudem noch, dass nur ein winziger Bruchteil des Ertrages bei den Lohnarbeiter ankommt und der Großteil bei den Großkapitalisten landet.  

Ein kurzer Blick zum Kapitalismus der USA

In 2007 haben die Geschäftsführer der 365 größten US Firmen mehr als das das fünfhundertfache des normalen Arbeiters erhalten. In vielen dieser Firmen erhält der Geschäftsführer mehr Geld am Tag, als der durchschnittliche Angestellte im Jahr. Die Wall-Mart Familie, die Waltons hatten 2009 einen gemeinsamen Reichtum in Höhe von $90 Milliarden. Der gesamte Reichtum der unteren 40% der Menschen in USA ist $95 Milliarden. In 2015 konnten die Waltons ihren Reichtum auf $148 Milliarden erhöhen. Die bestbezahltesten Berufe auf der Welt befinden sich im Geldhandel und Investition. Berufe, welche keinerlei gesellschaftlichen Wert haben, da sie nichts produzieren, sondern nur Geld hin und her schieben. In 2005 war das Gehalt der Top 26 Hedgefondsmanager (aka Casino Glücksspieler) $363 Millionen durchschnittlich pro Person, während der duchschnittliche Arzt $150 Tausend verdiente und Forscher zur Bekämpfung von Krankheiten im Schnitt $68 Tausend. Heute ist die Erwerbsungleichheit noch wesentlich schlimmer geworden und die Situation ist nicht nur in den USA so, sondern ebenfalls in Europa. Dies führt zu einer Verarmung der Mittel- und Unterschicht, während sich immer mehr Geld bei den oberen 20% ansammelt. Die top CEO's im Finanzsektor erhalten innerhalb von 3 Stunden den Jahreserwerb eines durchschnittlichen Arbeiters. 

Der Wahlführerschein

Warum einen Wahlführerschein? Nicht alle sind geistig dazu in der Lage das gelesene kritisch genug zu prüfen und richtig zu beurteilen. Der Unterschied ist dahingehend, wie stark selbständiges und differenziertes Denken beim jeweiligen Individuum anerzogen wurde. Manche sind aber auch schlicht und ergreifend zu faul erhaltene Informationen zu hinterfragen und differenziert zu betrachten. Desweiteren gibt es noch die Gruppe, welche sich nicht informiert, sondern lieber die Zeit ausschließlich in Fußball, Alkohol oder Religion investiert, sich also lieber von existierenden Problemen mit etwas ablenkt, was keinerlei gesellschaftliche Probleme löst und sich für politisches Geschehen abseits der 20 Uhr Nachrichten nicht interessiert. Dies ist ihr gutes Recht, doch die Vertreter dieser Gruppe müssen davor bewahrt werden, durch Wahlen aktiv an der Mitgestaltung unserer Gesellschaft einzuwirken, denn das Ergebnis dieser Mitgestaltung kann aufgrund von Informationsmangel nur negativ sein. Die Allgemeinheit muss also vor solchen destruktiven Einwirkungen bewahrt werden. Der mangelhaft- oder fehlinformierte kann in einem demokratischen System durch seine Wahl ausschließlich nur destruktiv handeln. Auch die Volksvertreter, also die Politiker der so genannten 'repräsentativen Demokratie' können letztlich nur so kompetent sein, wie die Wähler, welche sich für diese entschieden haben.

Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten?

Es gibt den Wähler der sich im Internet informiert und den der sich im TV informiert. Beide wählen extrem unterschiedlich; das liegt an der Macht der TV Medien. Diese verlieren aber zunehmend an Zuspruch und die Informationsgewinnung verlagert sich mehr und mehr auf das Internet. Darum ist für einen jeden der aktuell unzufrieden mit den Umfrageergebnissen ist Geduld notwendig. Das letzte was ich empfehlen würde ist es nicht wählen zu gehen. Manch einer empfiehlt das weil er glaubt, dass das Wahlsystem an sich nicht funktioniere und es darum boykottiert werden sollte. Diesem ist nicht klar dass die Mediokratie zwar tatsächlich momentan die Wahlen bestimmt, selbige aber zunehmend an Macht verliert und ein neues Volksbewusstsein erwacht, welches Grund für Optimismus liefert.

Gottfried Feder (1919) Punkte zur Negierung des Zinssystems

  • §1. Die Staatsanleihen, sowie alle übrigen Schuldtitel des deutschen Staates, sowie alle übrigen Schuldtitel der deutschen Bundesstaaten, ferner die Schuldverschreibungen aller Selbstverwaltungskörper werden unter Aufhebung der Zinspflicht zu gesetzlichen Zahlungsmitteln - zum Nominalbetrag erklärt. 
  • §2. Bei allen übrigen festverzinslichen Papieren, Pfandbriefen, Industrieobligationen, Hypotheken etc, tritt an Stelle der Zinspflicht, die Rückzahlungspflicht; nach 20 oder 25 Jahren ist somit je nach der Höhe der Verzinsung das geliehene Kapital zurückbezahlt und die Schuld erloschen. 
  • §3. Alle Immobiliarschulden, Hypotheken etc. werden nach den im Grundbuch eingetragenen Lasten wie bisher ratenweise zurückbezahlt. Das auf diese Weise entschuldete Vermögen an Haus und Bodenbesitz wird anteilweise Eigentum des Staates oder des Selbstverwaltungskörpers. Auf diese Weise kommt der Staat in die Lage, die Mietpreise zu bestimmen und abzusenken. 

Reset oder Revolution

Ein Lösungskonzept alleine gewinnt kein Land, wenn das Vertrauen des Volkes fehlt. Obgleich viele vom kapitalistischen Schuldgeld verursachten Probleme den meisten mehr oder minder bereits bewusst sind, werden diese aufgrund von mangelndem Vertrauen in die Politik oft als unvermeidbar angesehen. Somit fällt die Wahl der politischen Führung auf das kleinere Übel und letztlich stirbt die Hoffnung nach signifikanter Besserung. Es stellt sich eine politische Trägheit ein, welche sich so lange hinzieht bis entweder jemand es schafft das Volk davon zu überzeugen, dass es auch besser geht - oder das alte System unvermeidbar in sich zusammen fällt. Bei einem Zusammenbruch besteht dann jedoch die Gefahr, dass dieser nur einen Reset des destruktiven Systems verursacht und alles von neu beginnt. Die Übergangsphase zwischen Zusammenbruch und Reset ist hierbei zumeist - so lehrt die Vergangenheit - mit großem Elend und Krieg verbunden.

Die Aufgabe des Staates im Sinne der Kultur

Die Kultur stellt die Voraussetzung für die Lebensqualität eines Volkes. Der Staat als Produkt der Kultur stellt die notwendige Institution für den Erhalt der gesellschaftlichen Ordnung und Kultur. Wichtigste Aufgabe des Staates ist es hierbei, die Kultur des eigenen Volkes entweder weiter ins Positive zu führen oder vor einer kulturellen Dekadenz zu schützen und somit das Volk vor Schaden zu bewahren. In einer globalisierten Welt birgt dies große Herausforderungen für den Staat, dessen Aufgabe es sein muss negative Kultureinflüsse von außen zu verhindern. Eine solche Bewahrung der Kulturellen Qualität ist dem Staat in einer kapitalistischen, antinationalen (linksliberalen) Gesellschaft dominiert von Wettbewerb, Egoismus, Opportunimus und Neid immer weniger möglich, denn das Gemeinschaftsgefühl wird zunehmend zerstört und dadurch gleichzeitig der Staat geschwächt. Heute wird der Staat in vielen Bereichen vom Geld kontrolliert und kann nicht mehr dem Volkswohl dienen. Dies schadet dem Volkswohl erheblich, denn ein gesundes Gemeinschaftsgefühl ist zwingend erforderlich um eine Solidargemeinschaft zu bilden, in der sich alle gesellschaftlichen Klassen als Schicksalsgemeinschaft fühlen um zu kooperieren anstatt sich zu bekämpfen.

Die Schattenseite der Globalisierung

Die Globalisierung ist auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht nur vorteilhaft, wie es die Konzerne und Konzernmedien sowie die für sie arbeitenden linksliberalen Politiker gerne versuchen darzustellen. Eine Wirtschaft von außen zu versorgen macht die importierende Wirtschaft und die exportierende Wirtschaft von dieser Versorgung abhängig und schadet beiden langfristig. Für eine importierende Wirtschaft ist es langfristig schädlich Hilfe von außen in Form von Finanzmitteln oder kostenlosen Gütern zu beziehen, denn es negiert die Möglichkeit dieser Wirtschaft eines Volkes selber zu lernen sich zu versorgen. Vielmehr müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, so dass das Volk selbst die notwendigen Nahrungsmittel produzieren kann. Sinnvolle Entwicklungshilfe kann also ausschließlich über Produktionsmaschinen entstehen und nicht über Kapitalleistungen.

Ein neues Zeitalter bricht an

Die Zeit ist reif für eine Revolution, denn wir befinden uns heute in einem Zeitalter, welches keinem der vorherigen auch nur ähnelt. Die Möglichkeiten welche uns die technologische Automatisierung und Digitalisierung bieten, lassen sich auch heute nur im Ansatz erahnen jedoch hat bereits dieser Ansatz ein unglaubliches Potential für die Verbesserung der Lebensqualität der ganzen Welt. Neue Errungenschaften wie 3D-Druck und Vertical Farming stehen vor der Tür, die Ersetzung der Arbeit durch die Technologie und der freie Zugang an Bildung durch das Internet bieten ungeahnte Möglichkeiten. Nunmehr gilt es nur noch die politischen Strukturen an dieses neue Zeitalter anzupassen und dies erfordert keine kleinen Ausbesserungen sondern umfangreiche Reformen. Reformen, welche die Menschen von der Sklaverei der Marktwirtschaft befreien, den mit dem Schuldgeld verbunden Mechanismus der ungleichen Reichtsumverteilung negieren und eine Gesellschaft der technologischen Entwicklung ohne negative Auswirkungen auf die Erwerbssicherheit fördert. 

Das Vollgeld im Mittelalter

Eine Form des fließenden Geldes gab es bereits in der Zeit von 1150 bis 1450. Zu dieser Zeit wurden in Deutschland Münzen mit Jahreszahl geprägt und am Ende des Jahres wurden diese ungültig. Für 100 alte Münzen erhielt das Volk dann durch Umtausch 80 neue - das war die einzige Steuer des Fürstentums. Dadurch wurde der Umlauf des Geldes verstärkt, weil niemand den Fürsten etwas schenken wollte. Zu dieser Zeit wurden alle schönen mittelalterlichen Städte gegründet wie Bruchsal, Rastatt, Freiburg, Xanten, Görlitz, Tübingen, Regensburg, Bamberg und Straßburg sowie Dome gebaut wie Kölner Dom, Straßburger Dom, Freiburger Dom, Worms und Mainz. Zu dieser Zeit wurden nur 4 Tage in der Woche bzw. 30 Stunden gearbeitet, obwohl noch keine technische Maschinen auch nur ansatzweise auf dem heutigen Level existierten und trotzdem berichten Bücher auch nach heutigen Maßstäben von einer Zeit des Genusses und Wohlstands. Insgesamt wird aus dieser Zeit nur selten berichtet, weil in diesen 300 Jahren in den Regionen des fließenden Geldes keine nennenswerten Kriege existierten über die man berichten konnte. Erst nachdem das fließende Geld abgeschafft wurde begann die düstere Zeit des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, des so genannten Mitteltalters mit Hexenverbrennungen, Ketzermorden, 30 jährigem Krieg, Pest etc.

Viel Kritik aber nichts wird besser?

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Situationen und diverser aktivistischer Organisationen und Personen sollten wir uns einmal fragen, wieso es aufgrund der eklatanten Probleme und der Zahl der Kritiker des existierenden sozioökonomischen Systems keine Negierung des selbigen durchgesetzt wurde. Die Antwort darauf ist einfach. Ein politisches System egal wie destruktiv ist nur mit Erfolg anfechtbar, wenn gleichzeitig ein alternatives besseres System präsentiert wird. Und genau daran sind auch die prominentesten Kritiker des Kapitalismus des 20. Jahrhunderts gescheitert. Aus diesem Grunde will ich eine Vorlage für umfangreiche Reformierungskonzepte liefern, welche das Gerüst eines neuen sozioökonomischen System im Sinne der Verbesserung der Lebensqualität der gesamten Bevölkerung darstellen.