Der Wahlführerschein

Warum einen Wahlführerschein? Nicht alle sind geistig dazu in der Lage das gelesene kritisch genug zu prüfen und richtig zu beurteilen. Der Unterschied ist dahingehend, wie stark selbständiges und differenziertes Denken beim jeweiligen Individuum anerzogen wurde. Manche sind aber auch schlicht und ergreifend zu faul erhaltene Informationen zu hinterfragen und differenziert zu betrachten. Desweiteren gibt es noch die Gruppe, welche sich nicht informiert, sondern lieber die Zeit ausschließlich in Fußball, Alkohol oder Religion investiert, sich also lieber von existierenden Problemen mit etwas ablenkt, was keinerlei gesellschaftliche Probleme löst und sich für politisches Geschehen abseits der 20 Uhr Nachrichten nicht interessiert. Dies ist ihr gutes Recht, doch die Vertreter dieser Gruppe müssen davor bewahrt werden, durch Wahlen aktiv an der Mitgestaltung unserer Gesellschaft einzuwirken, denn das Ergebnis dieser Mitgestaltung kann aufgrund von Informationsmangel nur negativ sein. Die Allgemeinheit muss also vor solchen destruktiven Einwirkungen bewahrt werden. Der mangelhaft- oder fehlinformierte kann in einem demokratischen System durch seine Wahl ausschließlich nur destruktiv handeln. Auch die Volksvertreter, also die Politiker der so genannten 'repräsentativen Demokratie' können letztlich nur so kompetent sein, wie die Wähler, welche sich für diese entschieden haben.

Es ist darum notwendig ein demokratisches System zu schaffen, welches nicht auf Basis der Herrschaft der ungebildeten fungiert, sondern eine Selektion zwischen inkompetenten und kompetenten Wählern durchführt. Nur die Gruppe, welche die kleinste ist und aus den geistig fähigsten Köpfen besteht ist für die Demokratie von konstruktiver Bedeutung. Die Fähigkeit dieser Gruppe, erfahrene Informationen kritisch und differenziert zu betrachten, anschließend zu prüfen und die relevanten Informationen zu verarbeiten um die eigene Weisheit zu stärken ist von unschätzbaren Wert für das gesamte Volk. Es ist nur logisch, dass es auch diese Gruppe ist, welche die Politik im Interesse des Volkes lenken sollte. Dies würde durch die Einrichtung des Wahlführerscheins ermöglicht welcher es nicht mehr dem Uninformierten ermöglicht das Wahlergebnis negativ zu beeinflussen. Um im Straßenverkehr ein destruktives Handeln aufgrund mangelnder Kompetenz zu vermeiden, existiert die Führerscheinpflicht. Das Recht Auto zu fahren muss man sich durch einen Qualifikationsnachweis verdienen, weil man sonst Schaden verursacht. Aus selbigen Grund ist der Wahlführerschein auch unbedingt erforderlich, denn man sollte sich das Recht zu wählen durch einen Qualifikationsnachweis genauso verdienen müssen - weil man sonst Schaden verursacht wie im Straßenverkehr.  Der Nachweis eines gewissen politischen Mindest-Interesses ist notwendig, bevor ein Eingriff in das politische Geschehen und somit die Beeinflussung der Lebensqualität des gesamten Volkes erlaubt werden kann. Anders kann ein demokratisches System nicht im Interesse des Volkswohls funktionieren. Wer aber letztlich das Interesse, also die Qualifikation durch Ablegung eines Bildungsnachweises zum erlangen eines Wahlführerscheines nachweisen kann, sollte gesellschaftliche Anerkennung erhalten und alles Recht im Volke besitzen durch Wahlen am politischen Mitwirken teilzuhaben. Dies führt gleichzeitig dazu, dass das Interesse gestärkt wird, sich politisch zu bilden.

Sowas ähnliches gab es doch schon früher, da war es ein Mittel der Unterdrückung. Warum sollte es heute besser sein? Obgleich der Wahlführerschein früher aufgrund mangelnder Informationsmöglichkeiten für die Unterschicht nicht im Sinne der Chancengleichheit und somit gleichen Wahlen war, leben wir heute durch die Digitalisierung in einer Zeit in der alle Erwerbsklassen durch das Internet auf politische Informationen zugreifen können und eine gebürtige Benachteiligung bei der Erlangung des Wahlführerscheins nicht mehr besteht. Diese Chancengleichheit schließt eine Unterdrückung durch eine aristokratische Elite aus. 

Wie soll so ein Test denn aussehen? Häufig stellt sich die Frage, wie ein solcher Test aussehen könnte und ob dieser nicht durch die amtierende Politik gefärbt werden könnte? Die Details zu diesem Test müssen noch erarbeitet werden, grundsätzlich geht es zunächst einmal um das Prinzip an sich und die Frage ob ein solche Qualifikationsnachweis konstruktiv umsetzbar wäre. Es muss nur Bildungslevel nachgewiesen werden und keiner Ideologie zugestimmt werden. Das bedeutet, dass man nicht die Ideologie der amtierenden Politik haben muss, sondern nur nachweisen muss dass man sich mit Politik beschäftigt. Es kann sowohl ein Kommunist als auch ein Libertärer oder ein Nationalist oder Globalist diesen Test bestehen. Ein solcher Test fragt nicht nach der 'richtigen' Ideologie sondern nur danach ob sich der geteste damit beschäftigt hat.

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