Die wahre Gefahr für die Europäische Union sind nicht die Patrioten sondern die Zentralisten



Das Volk der Briten hat sich in einem historischen Referendum gegen den Verbleib in der Europäischen Union ausgesprochen.  Politisch bedeutet es für Großbritannien einen großen Schritt weg vom Brüsseler Zentralismus und zurück in die Souveränität. Im restlichen Europa wurde der Brexit zum Anlass genommen das Thema Europäische Union neu zu diskutieren und von vielen EU-Gegnern werden zunehmend Forderungen nach nationalen Referenden in ihren Ländern laut. Gleichzeitig hat sich gegen diese EU-kritische Bewegung eine Gegenbewegung entwickelt, welche unter dem Titel 'Puls of Europe' regelmäßige pro-EU Demonstrationen veranstaltet. Diese machen die rechten Parteien für die wachsende Anzahl an EU-Gegnern verantwortlich. Immer öfter werden die EU-Skeptiker in Berichten durch Medien und Parteien als "Feinde Europas" bezeichnet. Dass die subtile Gleichsetzung der Wörter 'Europa' und 'Europäische Union' hierbei durchaus propagandistische Zwecke erfüllt sollte offensichtlich sein, denn 'EU' und 'Europa' sind nicht das gleiche - das eine ist eine in Brüssel zentralisierte Organisation und das andere ein Kontinent mit vielen Völkern. Rechte Parteien, welche für die Subsidiarität (also in diesem Fall den Erhalt nationalstaatlicher Souveränität anstelle von Brüssel-Zentralisierung) möchten, werden von den Linken als diejenigen bezeichnet, welche eine Gefahr für die Europäische Gemeinschaft und Union wären.

Wer die Rechten verantwortlich für die wachsende Zahl an EU-Gegnern macht vertauscht jedoch Ursache und Effekt, denn der Aufstieg der EU-kritischen Parteien ist lediglich die Folge der ansteigenden EU-Skepsis in den europäischen Völkern und nicht die Ursache. Diese EU-Skepsis wurde nicht von den Rechten erschaffen, sondern von den Linken, welche den EU-Zentralismus mit dem Ziel eines europäischen Superstaates forcieren. Diese zunehmende Wegnahme von nationalstaatlicher Souveränität bringt die Bürger Europas gegen die EU auf - dabei ist es zusätzlich nicht hilfreich, dass die ökonomische Idiotie, welche sich Euro nennt zusätzlich um jeden Preis am Leben erhalten wird.

Die ansteigende Globalisierung mit Freihandelsabkommen, steigender Export- und Importabhängigkeit, Völkerwanderungen und Risikozunahme global übergreifender Krisen sorgt dafür, dass schrittweise mehr und mehr Souveränität von einer Nation und dessen Volk genommen wird. Die Europäische Union ist ein großer Schritt in diese Zentralisierung und hat die Aufgabe die Souveränität der Nationen weiter zu reduzieren und nach Brüssel zu zentralisieren. Da die Subsidiarität einer der wichtigsten Aspekte einer funktionierenden Demokratie ist, sorgt die steigende Zentralisierung durch die EU in Europa für einen Abbau der Demokratie. Darum ist die Anzahl an EU-Gegnern am ansteigen.


Die zenralisierten Vereinigten Staaten von Europa (USE) wären insbesondere aufgrund der Unterschiedlichkeit der Völker undemokratisch.

Die 2016 US Wahl hat beispielsweise erneut gezeigt, dass das Vielvölkertum innerhalb eines Staates zur unvermeidbaren Unterdrückung der Minderheit führt, denn die germanisch und slawisch abstammende Bevölkerung hat zum größten Teil Trump gewählt und die afrikanische und lateinamerikanische Bevölkerung Clinton. Vielvölkertum sorgt dafür dass das kleiner Volk unterdrückt wird. Je größer die Multikulturalität, desto größer die Unterdrückung einer geringen Minderheit durch eine geringe Mehrheit. Ein zentralistische Europäische Union muss nicht erst zu den Vereinigten Staaten von Europa werden um bereits diese Gefahr zu beherbergen. Insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Größe der einzelnen europäischen Nationalstaaten und Völker.

Die linken Zentralisten wie Martin Schulz (SPD) haben schrittweise die Idee der EU als gemeinschaftliche Union unterwandert und wollen den europäischen Superstaat erzwingen. Das hat den Nationalstaaten schrittweise immer mehr Souveränität genommen und die Völker gegen die EU gewendet. 

Es sollte aber nicht gegen die Europäische Union als solche gewettert werden, denn Europa braucht eine Union um seine Interessen in der Welt vertreten zu können, um nicht Spielball der anderen Großmächte einer multipolaren Welt zu sein und - sofern einmal die richtigen regieren sollten - Gutes für die Welt und insbesondere dem bedrohten Afrika zu tun. Die Idee der EU als solche darf darum nicht als das Problem gesehen werden, sondern die linken Zentralisten, welche dabei sind die EU mit ihren Ideen vom europäischen Superstaat zu unterwandern.

Die Europäische Union benötigt dringend eine Neustrukturierung, um die aktuell zurecht existierende EU feindliche Mentalität wieder durch subsidiare Reformen (also mehr Kompetenz in die Nationalstaaten) ins Positive zu ändern. Für diese Mentalitätsänderung ist es wichtig, dass die Europäische Union demokratischer wird, die Souveränität der Nationen wieder gewährleistet und das aktuell verfolgte Ziel der Vereinigten Staaten von Europa aufgehoben wird.

Die Europäische Union funktioniert aufgrund der Unterschiedlichkeit der Völker nur als Union und darf aufgrund der unbedingten Durchsetzung des Subsidiaritätsprinzips zum Erhalt der Demokratie keine höhere Entscheidungskompetenz haben als die einzelnen Nationen. Das Aufzwingen von Regeln und einer gemeinsamen Währung wie den Euro führt letztlich nur zu einer Stärkung der Nationalisten und EU Gegner.