Die Nachteile der zunehmenden Globalisierung für ein Volk und die Vorteile für die Großkapitalisten

Im Mainstream der Medien wie GEZ, Springer, Bertelsmann etc ist der Begriff Globalisierung durch und durch positiv besetzt. Unter Globalisierung versteht man aus marktwirtschaftlicher Perspektive den globalen, bzw. internationalen Austausch von Waren - dies ermöglicht es Nationen Waren zu importieren, die sie selber nicht herstellen können und andersrum Waren zu exportieren die andere nicht herstellen können. Oftmals endet hier schon das Wissen über die Globalisierung und die negativen Aspekte werden kaum bis gar nicht durchleuchtet. Die Globalisierung ist aber nicht nur vorteilhaft, wie es die Konzerne und Konzernmedien sowie die für sie arbeitenden linksliberalen Politiker gerne versuchen darzustellen.

Eine Wirtschaft von außen zu versorgen macht die importierende Wirtschaft und die exportierende Wirtschaft von dieser Versorgung abhängig und schadet beiden langfristig. Für eine importierende Wirtschaft ist es langfristig schädlich Hilfe von außen in Form von Finanzmitteln oder kostenlosen Gütern zu beziehen, denn es negiert die Möglichkeit der Wirtschaft eines Volkes selber zu lernen sich zu versorgen. Eine Agrarnation welche an eine Industrienation Agrarprodukte verkauft und dafür Industrieprodukte erhält sowie eine Industrienation welche Agrarprodukte importiert begeben sich in ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis, welches beinahe unmöglich macht hier wieder heraus zu kommen. Für die Industrienation dem Volk die Voraussetzungen genommen selbstversorgend zu sein, also Nahrungsmittel selber zu produzieren und für die Agrarnation wird es fast unmöglich gemacht eine hoch entwickelte Industrie zu entwickeln. Eine Agrarnation welche an eine Industrienation Agrarprodukte verkauft und dafür Industrieprodukte erhält, sowie eine Industrienation welche Agrarprodukte importiert, begeben sich in ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis welches beinahe unmöglich macht hier wieder heraus zu kommen.

Aktuell sorgt die zunehmende Globalisierung dafür, dass die meisten der Nahrungsmittel einer exportierenden Nation der sogenannten 'zweiten und dritten Welt' lieber zu geringen Preisen in die Industrieländer verkauft werden, als der eigenen Bevölkerung zugute zukommen. Was das Industrieland Deutschland betrifft, so ist diese Nation weder technologisch, noch von Rohstoff und Nahrungsmittel her in der Lage sich selber zu versorgen. Diese Abhängigkeit erfordert es den Deutschen konstant zu exportieren um Devisen zu erlangen mit denen die lebensnotwendigen Nahrungsmittel und das Erdöl importiert werden können. Hieraus wird Deutschland ein globalistischer Wirtschaftskrieg aufgezwungen, welcher die Löhne der Lohnarbeiter unter den Wert der Arbeit drückt. Aufgrund der Arbeitsplätze und Steuereinnahmen ist eine Staatsregierung sehr daran interessiert als Standort für die Produktion ausgewählt zu werden und der globale Wettbewerb der Nationen sorgt dafür, dass internationale Konzerne sich die für sie attraktivste Nation aussuchen um ihre Waren herstellen zu lassen. Um für die Konzerne attraktiv zu sein, muss der Staat es diesen Konzernen ermöglichen mehr Kosten einzusparen als in anderen Ländern. Diese Kosteneinsparung geschieht dann steht's auf Kosten der Arbeitnehmer in Form von Reduzierung von Löhnen, Gesundheitsschutz, Arbeitszeiten, Kündigungsschutz, usw. Der internationale Konzern erhält so aufgrund der Globalisierung die Möglichkeit ganze Nationen zu erpressen, weil diese miteinander im Wettbewerb um die Arbeitsplätze stehen. Es wird letztlich die Nation bevorzugt welche am liberalsten ist und die Nation benachteiligt, welche am sozialsten ist.

Selbst die Mauer konnte die Konzerne nicht davon abhalten die sozialistische DDR in Richtung kapitalistischer BRD zu verlassen. Darum ist es essentiell dass sich eine Nation bevor sie wahrlich sozial sein kann von der Abhängigkeit der Globalisierung abkapselt und durch Souveränität selbst versorgen kann.

We see the biggest threat to plutonomy as coming from a rise in political demands to reduce income inequality, spread the wealth more evenly, and challenge forces such as globalization - Citigroup (29.09.06)

Die Globalisierung erlaubt es zudem den Großkapitalisten der jeweiligen Einzelstaaten sich zu internationalen Kapitalsammelbecken (Kartelle) zusammen zu schließen um die Macht des Kapitals durch eine internationalisierte Finanzwirtschaft zu verstärken. Besonders deutlich sichtbar wird dies bei den Rettungen internationaler Großbanken, welche von den einzelnen Nationen mit Steuergeldern gerettet werden mussten, um nicht die Weltwirtschaft in eine Depression zu reißen. Die Fehler – oder das Verbrechen - wurden hier 2008 in den USA gemacht und trotzdem musste aufgrund der Globalisierung (und somit einer globalen Kettenreaktion) auch der weit entfernte Deutsche Steuerzahler die Kosten tragen. Der Lohnarbeiter musste hier der Erpressung durch den Großkapitalisten nachgeben welcher durch die zusätzliche Verschuldung profitierte. Die Krise erhöhte die Gewinne der Großkapitalisten und die Verschuldung der Lohnarbeiter. Um diese Verschuldung auf mehr Köpfe aufzuteilen, wird die Migration nach Deutschland gefördert. Durch die Migration entsteht ein Überangebot an Arbeitskräften und im marktwirtschaftlichen System von Angebot und Nachfrage werden dann durch den verstärkten Wettbewerb aufgrund der höheren Arbeiterzahl die Löhne auf ein Minimum reduziert. Mit der ansteigenden Globalisierung werden Nationalstaaten geschwächt, weil diese in einen globalen Wettbewerb um Standortattraktivität die Lebensqualität (Löhne, Arbeiterschutz,...) herabsetzen müssen. Die Globalisierung fördert also die ungleiche Reichtumsverteilung zusätzlich.

"The three levers governments and societies could pull on to end plutonomy are benign. Property rights are generally still intact, taxation policies neutral to favorable, and globalization is keeping the supply of labor in surplus, acting as a brake on wage inflation." - Citigroup (16.10.05)

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